13 ehrenamtliche Helferinnen ausgebildet

Helferschulung Diakonie Roth-Schwabach
Bildrechte: Diakonie Roth-Schwabach

In Deutschland leiden derzeit etwa 1, 6 Millionen Menschen an Demenz. Die Zahl pflegebedürftiger Menschen insgesamt betrug im Dezember 2019 über 4 Millionen. Für viele pflegende Angehörige bedeutet das einen kräftezehrenden Einsatz, manchmal rund um die Uhr. Wer aber hilft diesen helfenden Angehörigen?

Die Diakonie Roth-Schwabach bildet hierfür ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zur Entlastung pflegender Angehöriger aus.

Gerade haben 13 hochmotivierte Helferinnen eine Schulung von 40 Unterrichtseinheiten nach § 45b SGB XI erfolgreich abgeschlossen und freuen sich auf ihren ersten Einsatz. Frau Petra Lobenwein, Familiengesundheitspflegerin, hat ihnen einen umfassenden Einblick in das Krankheitsbild Demenz und dessen Auswirkungen vermittelt. Der Umgang mit den Erkrankten, z. B. Möglichkeiten der Aktivierung, Biographiearbeit und einfühlsame Kommunikation, Gesprächsführung und Rollenverständnis sowohl der Betroffenen als auch der Angehörigen und die Rolle als Helfende wurden ausführlich erörtert. Herr Heinz Hofer gab einen Einblick in die Notfallversorgung, Frau Ursula Moshandl übernahm den hauswirtschaftlichen Teil mit den Themen Ernährung im Alter, Unfallverhütung, Hygiene, Reinigung und aktivierende Beteiligung der Pflegebedürftigen an hauswirtschaftlichen Tätigkeiten.

Mit dem Abschluss dieser Ausbildung erhielten die Helferinnen ein Zertifikat. Mit dieser Ausbildung können sie ab sofort in Familien, die im Landkreis Roth oder der Stadt Schwabach bzw. in Katzwang und Umgebung wohnen, eingesetzt werden. Für pflegende Angehörige bedeutet dieser ehrenamtliche Einsatz, dass sie im kräftezehrenden Alltag wieder einmal etwas Zeit für sich selbst gewinnen können. So kann eine Helferin sich zum Beispiel mit dem pflegebedürftigen Menschen beschäftigen oder über frühere Zeiten unterhalten, mit ihm oder ihr singen oder einen kleinen Spaziergang machen oder sie oder ihn zum Arzt begleiten oder auch einen Ausflug ins Café unternehmen – wenn Sie selbst verhindert sind. Den Angehörigen verschafft dieser Einsatz immer wieder eine kurze Auszeit und wertvolle Verschnaufpause, um selbst wieder Kräfte zu sammeln, während der Erkrankte in dieser Zeit jemanden hat, der ihm aufmerksam zuhört und nur für ihn da ist.

Wenn Sie als pflegende Angehörige diese Unterstützung in Anspruch nehmen möchten, können Sie gerne Kontakt aufnehmen, um einen Termin auszumachen und alles Weitere zu besprechen.

Frauen und Männer, die an einer Schulung teilnehmen möchten und Freude daran haben, Familien mit einem pflegenden Angehörigen zu unterstützen, können ebenfalls gerne Kontakt aufnehmen - die betroffenen Familien danken es uns täglich.

Kontaktadresse:
Inge Rudolph
Diakonisches Werk des Evang.-Luth. Dekanatsbezirks Schwabach e. V.
Familienpflege
Steigerwaldstraße 1
91126 Rednitzhembach
Tel. 09122 – 98414 – 610
E-Mail: familienpflege@diakonie-roth-schwabach.de